Elektriker-Glossar — 76 Fachbegriffe verständlich erklärt

Über 30 elektrotechnische Fachbegriffe verständlich erklärt: Elektromeister, DGUV V3, FI-Schutzschalter, NYM-Leitung, Wallbox, KNX, KfW 458 — vom Meisterbetrieb.

ALBOUSH Elektrotechnik (eingetragener Meisterbetrieb in der Handwerkskammer Münster) erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus der Elektrotechnik — von Elektromeister über DGUV V3, FI-Schutzschalter und NYM-Kupferleitung bis Wallbox, KNX und KfW 458. Alle Definitionen geprüft nach aktuellen VDE-Normen und gültigem Stand 2026.

Alle Begriffe alphabetisch

§14a EnWG (Steuerbare Lasten) Recht
Seit 1.1.2024: Netzbetreiber dürfen steuerbare Verbrauchseinrichtungen (Wallbox, Wärmepumpe) bei drohender Netzüberlastung kurzzeitig dimmen (mind. 4,2 kW). Im Gegenzug: reduziertes Netzentgelt (Modul 1, 2 oder 3) und niedrigerer Strompreis. Voraussetzung: Smart Meter + steuerbare Einrichtung > 4,2 kW.
§35a EStG Steuerrecht
Steuerlicher Direktabzug für Handwerkerleistungen in selbstgenutzten Wohnimmobilien: 20 % der Arbeitskosten (max. 1.200 EUR pro Jahr) werden direkt von der Einkommensteuer abgezogen. Voraussetzungen: Rechnung vom eingetragenen Fachbetrieb und unbarer Zahlungsweg (Überweisung).
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§35c EStG Steuerrecht
Steuerermäßigung für energetische Sanierungsmaßnahmen am selbstgenutzten Eigenheim. 20 % der Aufwendungen (max. 40.000 EUR über drei Jahre verteilt) werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Erfordert Bescheinigung eines Energie-Experten. Nicht kombinierbar mit KfW-/BAFA-Zuschuss für dieselbe Maßnahme.
Aderendhülse Installation
Metallhülse, die auf flexible Leiterenden (Litze, Lasttypen) gepresst wird. Verhindert dass einzelne Drähte beim Anschluss "abstehen" und Kontaktprobleme/Kurzschlüsse entstehen. PFLICHT bei mehrdrähtigen Leitern in Reihenklemmen und Sicherungsanschlüssen nach DIN VDE 0100-520. Farbcode pro Querschnitt (z.B. rot=1,0mm², schwarz=1,5mm²).
AFDD (Brandschutzschalter) Sicherheit
Arc Fault Detection Device — erkennt Fehlerlichtbögen (z.B. aus quetschten Kabeln, lockeren Klemmen) und schaltet ab, bevor ein Kabelbrand entsteht. Pflicht in Räumen mit besonderem Risiko (Schlafzimmer Holzbauten, Kindertagesstätten) nach DIN VDE 0100-420:2019. Kombiniert oft mit RCBO (FI + LS + AFDD in einem Gerät).
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Aluminium-Leitung Altinstallation
In den 1960er und frühen 1970er Jahren verbaute Elektroleitung aus Aluminium statt Kupfer. Hauptproblem: Aluminium fließt unter Druck (Kaltfluss), Klemmverbindungen lockern sich, Übergangswiderstände steigen, lokale Erhitzung bis zum Brand. Aluminium-Leitungen müssen bei Sanierung vollständig gegen NYM-Kupfer ersetzt werden.
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Anschlusswert (kW) Hausanschluss
Maximale Leistung, die der Hausanschluss vom Netz beziehen darf — definiert durch die NH-Sicherung im HAK. Standard-Einfamilienhaus: 14-30 kW (entspricht 35-63 A pro Phase). Bei Wallbox 22 kW + Wärmepumpe 9 kW + Haushalt 10 kW = 41 kW → ggf. Anschluss-Erhöhung beim Netzbetreiber beantragen (Westnetz: 500-2.500€).
Aufputz-Installation (AP) Installation
Leitungsführung sichtbar auf der Wandoberfläche, meist in Kabelkanälen oder Stahlpanzerrohren. Standard in Industrie, Werkstätten, Garagen und Denkmalschutz-Altbauten (wo Putzfräsen verboten ist). Vorteil: schnell installiert, jederzeit nachrüstbar, günstig (ca. 60% der UP-Kosten). Nachteil: optisch sichtbar, weniger geschützt vor mechanischer Beschädigung.
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Batteriespeicher Erneuerbare Energie
Lithium-Ionen-Batterie zur Zwischenspeicherung von PV-Strom für die Nacht. Übliche Größe für Eigenheim: 5-15 kWh Nutzkapazität. Erhöht den Eigenverbrauch von ~35 % auf ~70 %. Wirtschaftlich rentabel ab Strombezugspreis ~32 ct/kWh. Förderfähig über progres.nrw und KfW 270.
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Bemessungsstrom (I_n) Norm
Strom, für den ein elektrisches Betriebsmittel ausgelegt ist und im Dauerbetrieb sicher führt. Beispiel: LS-Schalter B16 hat I_n = 16 A → schaltet zuverlässig bei Überlast > 16 A nach Strom-Zeit-Kennlinie ab. Auslegung muss zum kleinsten Leiterquerschnitt im Stromkreis passen (1,5 mm² → max. B16, 2,5 mm² → max. B20). Falsch dimensionierte Sicherung = Brandgefahr durch Leitungsüberlastung.
Brandmeldeanlage (BMA) Sicherheit
Anlage zur automatischen Branderkennung und -meldung nach DIN 14675 (Aufbau) und DIN VDE 0833 (Betrieb). Pflicht in Versammlungsstätten, Beherbergungsbetrieben, Sonderbauten. Komponenten: Brandmelder, BMZ (Zentrale), Übertragungseinrichtung zur Feuerwehr. ALBOUSH installiert nicht-zertifizierungspflichtige Hausalarm-Varianten.
DALI (Digital Addressable Lighting) Beleuchtung
Bus-basierte Lichtsteuerung mit individueller Adressierung jeder Leuchte (bis 64 Geräte pro Bus). Standard nach IEC 62386. Vorteil ggü. konventionellem 1-10V-Dimmen: feines Dimmen bis 0,1%, Szenen, Logik. Pflicht für moderne Gewerbe-Beleuchtung in Großräumen.
DGUV Vorschrift 3 Prüfpflicht
Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Verpflichtet jeden Arbeitgeber, ortsfeste und ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel regelmäßig durch eine Elektrofachkraft prüfen zu lassen. Frist: 6-24 Monate für ortsveränderliche Geräte, 4 Jahre für ortsfeste Anlagen.
Dimmer (Phasenanschnitt/-abschnitt) Beleuchtung
Helligkeitsregler. Phasenanschnitt für induktive Lasten (alte Trafos), Phasenabschnitt für kapazitive Lasten (LED-Treiber, Halogen-NV). LED-Dimmer benötigen Mindestlast (oft 10-20W) oder spezielle dimmbare Treiber. Achtung: nicht jede LED ist dimmbar — Herstellerangabe prüfen.
DIN VDE 0100 Norm
Normenreihe „Errichten von Niederspannungsanlagen" des Verbands der Elektrotechnik (VDE). Die wichtigsten Teile: VDE 0100-410 (Schutzmaßnahmen, FI-Pflicht), VDE 0100-443/534 (Überspannungsschutz), VDE 0100-540 (Erdung & Potenzialausgleich), VDE 0100-600 (Erstprüfung mit Prüfprotokoll). Verbindlich für jede Elektroinstallation in Deutschland.
Vertiefende Fachartikel: E-Check Pflicht: Wer braucht ihn und was kostet er? · Erdung und Potentialausgleich — Warum so wichtig? · Überspannungsschutz — Warum jedes Haus einen braucht
DIN VDE 0105-100 Norm
Norm „Betrieb von elektrischen Anlagen" für die wiederkehrende Prüfung bestehender Anlagen. Definiert Prüffristen, Prüfumfang und qualifizierte Prüfpersonen. Wichtigste Anwendung: E-Check für Vermieter (alle 4 Jahre) und DGUV-V3-Prüfung im Gewerbe (alle 4 Jahre für ortsfest, 6-24 Monate für ortsveränderlich).
Vertiefende Fachartikel: E-Check Pflicht: Wer braucht ihn und was kostet er? · Erdung und Potentialausgleich — Warum so wichtig? · Überspannungsschutz — Warum jedes Haus einen braucht
E-Check Prüfung
Standardisierte Sichtprüfung und messtechnische Überprüfung der gesamten Elektroinstallation nach DIN VDE 0100-600 (Erstprüfung) und DIN VDE 0105-100 (wiederkehrende Prüfung). Liefert ein anerkanntes Prüfprotokoll für Versicherungen, Vermieter und Immobilienverkauf. Empfohlen alle 4 Jahre für Vermieter, alle 10 Jahre für Eigenheime.
Vertiefende Fachartikel: Brandschutz Elektrik — Die 5 häufigsten Gefahren · E-Check Pflicht: Wer braucht ihn und was kostet er?
Einbruchmeldeanlage (EMA) Sicherheit
Anlage zur Detektion unbefugten Eindringens. Klassen nach VdS 2311: Klasse A (Wohnen), B (Klein-Gewerbe), C (Risikogewerbe). Komponenten: Bewegungsmelder, Magnetkontakte, Glasbruch-Sensoren, Außensirenen, ggf. Aufschaltung an Wachdienst. Schadenversicherungs-Rabatt 5-25% bei VdS-Zertifikat.
Elektromeister Qualifikation
Staatlich geprüfter Meister im Elektrotechniker-Handwerk. Voraussetzung für die selbstständige Führung eines Elektrobetriebs in Deutschland. Der Meisterbrief wird nach bestandener Meisterprüfung vor der Handwerkskammer ausgestellt und berechtigt zur Eintragung in die Handwerksrolle.
Vertiefende Fachartikel: Elektriker Preise: Was kostet ein Elektriker? Faire Preise 2026
EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) Sicherheit
Fähigkeit eines Geräts, in seiner elektromagnetischen Umgebung störungsfrei zu funktionieren und keine unzulässigen Störungen zu verursachen. Geregelt durch EMV-Gesetz (EMVG) und EU-Richtlinie 2014/30/EU. Bei Smart-Home und Frequenzumrichtern (Wallbox-Wechselrichter) besonders relevant — geschirmte Leitungen und Filterglieder.
Erdung / Erder Sicherheit
Verbindung des Schutzleiter-Systems mit dem Erdpotenzial — meist Fundamenterder, Banderder oder Tiefenerder. Pflicht für jeden Neubau (DIN 18014). Erdungswiderstand muss < 100 Ω sein, in Bestandsgebäuden oft messen und ggf. nachrüsten. Kritisch für FI-Funktion und Blitzschutz.
Vertiefende Fachartikel: Erdung und Potentialausgleich — Warum so wichtig?
Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 Prüfpflicht
Pflicht-Prüfung jeder elektrischen Anlage VOR Inbetriebnahme (Neubau, Erweiterung, wesentliche Änderung wie Wallbox- oder PV-Installation). Umfasst Sichtprüfung, Erprobung (FI-Test, LS-Funktion) und messtechnische Prüfung (Schleifenwiderstand, Isolation, Spannungsfall, RCD-Auslösestrom + -zeit). Ergebnis: Prüfprotokoll als rechtlich bindender Nachweis. Kosten ALBOUSH: 250-450 € je nach Anlagengröße.
Vertiefende Fachartikel: E-Check Pflicht: Wer braucht ihn und was kostet er? · Erdung und Potentialausgleich — Warum so wichtig? · Überspannungsschutz — Warum jedes Haus einen braucht
FI Typ B (allstromsensitiv) Sicherheit
Allstromsensitiver Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD Type B), der auch glatte Gleichfehlerströme erkennt. PFLICHT für Wallbox-Installationen, Photovoltaik-Wechselrichter und Frequenzumrichter (DIN VDE 0100-722). Kosten ca. 250-400€, normaler FI Typ A reicht hier NICHT aus — Lebensgefahr bei DC-Fehlerstrom.
Vertiefende Fachartikel: FI-Schalter löst aus: Ursachen finden & beheben
FI-Schutzschalter (RCD) Schutzgerät
Fehlerstrom-Schutzschalter (englisch: Residual Current Device, RCD), der bei einem Fehlerstrom gegen Erde innerhalb von 0,3 Sekunden automatisch abschaltet. Schützt Personen vor lebensgefährlichen Stromschlägen. Pflicht nach DIN VDE 0100-410 für alle Steckdosenstromkreise und Bäder. Üblicher Auslösewert: 30 mA.
Vertiefende Fachartikel: FI-Schalter löst aus: Ursachen finden & beheben · Sicherungskasten erneuern: Wann ist es Zeit für einen Austausch?
FI/RCD Typ A Schutzgerät
Standard-FI-Schutzschalter, erkennt pulsierende Gleichfehlerströme und Wechselfehlerströme bis 30 mA. Vorgeschrieben nach DIN VDE 0100-410 für alle Steckdosenstromkreise bis 32 A in Wohngebäuden seit 2007. Achtung: erkennt KEINE glatten Gleichfehlerströme — für Wallbox-Stromkreise zusätzlich RCD Typ B (oder DC-Fehler-Erkennung in der Wallbox) erforderlich.
Vertiefende Fachartikel: FI-Schalter löst aus: Ursachen finden & beheben
GEG (Gebäudeenergiegesetz) Recht
Vereinigt seit 1.11.2020 die früheren EnEV, EnEG und EEWärmeG. Regelt energetische Mindeststandards für Neubauten und Sanierungen. Seit 1.1.2024 (Heizungsgesetz): neue Heizungen müssen zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden — relevant für Wärmepumpen-Installation. Volltext: gesetze-im-internet.de/geg/
Gira System 55 / Schalterprogramme Smart Home
Modulares Schalterprogramm (Standard, Esprit, E2, E3), kompatibel mit KNX, eNet, Hauselektronik. Kombiniert klassische Lichtschalter mit Smart-Home-Tasten, Bewegungsmelder, Sprechanlagen. ALBOUSH installiert auch Programme von Busch-Jaeger (Reflex SI, Future Linear), Berker und Jung.
Glatter Gleichstromfehler (DC-Fehler) Schutzgerät
Fehlerstrom mit gleichmäßigem DC-Anteil, der von Standard-FI Typ A NICHT erkannt wird und diesen blendet (Sättigung des Magnetkerns). Tritt bei Wallbox, Photovoltaik-Wechselrichter und Frequenzumrichtern auf. Schutz: entweder RCD Typ B (teuer, ~250 €) oder integrierte DC-Fehler-Erkennung in der Wallbox (Typ A + DC-Detection ist günstiger und gleichwertig nach IEC 62752).
Handwerksrolle Recht
Öffentliches Verzeichnis der Handwerkskammer, in das alle selbstständig tätigen Handwerksbetriebe eingetragen werden müssen. Pflicht für zulassungspflichtige Berufe wie Elektrotechniker. Eintragung setzt einen Meisterbrief oder vergleichbare Qualifikation voraus (§7 HwO).
Hauptverteilung (HV) Verteilung
Erste Verteilungsebene nach dem Hausanschluss (HAK), versorgt mehrere Unterverteilungen oder Großverbraucher direkt. In Einfamilienhäusern oft identisch mit dem Zählerschrank; in Mehrfamilienhäusern und Gewerbe deutlich abgegrenzt (Hauptverteilung im Keller, Unterverteilungen pro Wohnung/Etage). Enthält den Hauptschalter (Lasttrennschalter), Hauptsicherung (NH 35-100 A) und SPD Typ 1+2.
Hausanschlusskasten (HAK) Hausanschluss
Verteiler an der Grenze zwischen Netzbetreiber und Hausinstallation. Enthält die NH-Sicherungen (Niederspannungs-Hochleistung) als Vorsicherung. Bei Sanierung oft Erneuerung erforderlich — Kosten ca. 1.500-3.500€ inkl. Westnetz-Plombierung. Standardposition: Außenwand oder im Hausanschlussraum.
HEMS (Home Energy Management System) Smart Home
Software/Hardware-System, das den Energieverbrauch im Haus orchestriert: maximiert PV-Eigenverbrauch, lädt Wallbox/Batterie/Wärmepumpe vorzugsweise mit Solarstrom, steuert §14a-konform. Anbieter: SMA Sunny Home Manager, Fronius Solar.web, openWB, EVCC. Typische Investition: 500-2.500€.
Homematic IP Smart Home
Funkbasiertes Smart-Home-System des deutschen Herstellers eQ-3 mit verschlüsselter Kommunikation auf 868 MHz. Geeignet zur kabellosen Nachrüstung in Bestandsbauten. Eigenstandige CCU3-Zentrale oder Cloud-Access-Point. Schnittstellen zu KNX, Alexa, Google Home und Apple HomeKit verfügbar.
Vertiefende Fachartikel: KNX vs. Homematic vs. Shelly — Vergleich 2026
IK-Schutzklasse (Stoßfestigkeit) Norm
Klassifizierung der mechanischen Belastbarkeit von Elektro-Gehäusen nach DIN EN 62262. Skala IK00 bis IK10, beschreibt Energie bei Schlag-Aufprall (z.B. IK07 = 2 Joule, IK10 = 20 Joule). Wichtig bei Außenleuchten, Industrie-Verteilern und öffentlichen Wallboxen. Standard-Hausverteiler: IK05-07; öffentliche Wallbox: IK10 vorgeschrieben. Achtung: nicht verwechseln mit IP-Schutzart (Staub/Wasser).
IP-Schutzart Schutzmaßnahme
Norm DIN EN 60529 klassifiziert die Dichtigkeit elektrischer Gehäuse gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser. Erste Ziffer (0-6): Schutz gegen feste Stoffe. Zweite Ziffer (0-9): Schutz gegen Wasser. IP44 typisch im Außenbereich, IP65 im Bad oder Sauna, IP67 zeitweises Untertauchen, IP68 dauerhaftes Untertauchen.
Kabelkanal / Brüstungskanal Installation
Geschlossener Kunststoff- oder Aluminium-Kanal zur sichtbaren Leitungsführung an Wänden, oft in Brüstungshöhe (Bürogebäude) oder im Sockel (Werkstatt). Aufnahme von Stark- und Schwachstrom getrennt (Steg im Inneren). Standardprofile: 60×40, 100×60, 200×60 mm. Erlaubt nachträgliche Erweiterung ohne Stemmarbeiten — Standard in Mietobjekten, Praxen, Schulen.
Vertiefende Fachartikel: Steckdosen nachträglich einbauen: Kosten & Möglichkeiten
KfW 261 / 262 Förderung
Zinsverbilligte Kredite mit Tilgungszuschuss für die Sanierung von Wohngebäuden zum Effizienzhaus. KfW 261 für Privatpersonen, KfW 262 für Wohnungsunternehmen. Kombinierbar mit Steuerbonus §35c EStG, jedoch nicht mit BAFA-Zuschuss.
KfW 458 (BEG WG) Förderung
Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau für Energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden (Bundesförderung effiziente Gebäude). Tilgungszuschuss bis 20 % der förderfähigen Kosten, je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard. Antrag muss VOR Auftragserteilung gestellt werden — rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.
KNX Smart Home
Internationaler Standard ISO/IEC 14543-3 für Gebäudeautomation, kabelgebunden (TP-Bus) oder per Funk (KNX-RF). Steuert Beleuchtung, Heizung, Verschattung, Sicherheitstechnik herstellerunabhängig über eine Bus-Topologie. Fachgerechte Inbetriebnahme erfordert ETS-Software und KNX-Zertifizierung des Installateurs.
Vertiefende Fachartikel: KNX vs. Homematic vs. Shelly — Vergleich 2026 · Smart Home Beleuchtung — Philips Hue vs. IKEA vs. KNX · Smart Home nachrüsten: Der komplette Ratgeber 2026
KNX-Aktor (Schalt-/Dimm-/Jalousie-Aktor) Smart Home
Hutschienen-Modul im KNX-System, das auf Befehle vom Bus reagiert und Verbraucher schaltet (Schaltaktor 230V), dimmt (Dimmaktor) oder Antriebe steuert (Jalousie-Aktor). Sitzt im Verteilerkasten, kommuniziert über 2-adriges KNX-Bus-Kabel mit den Sensoren. Typische Auslegung Einfamilienhaus: 16-fach Schaltaktor + 8-fach Dimmaktor + 4-fach Jalousie-Aktor (Gesamt ~1.500€ Material).
Vertiefende Fachartikel: KNX vs. Homematic vs. Shelly — Vergleich 2026 · Smart Home Beleuchtung — Philips Hue vs. IKEA vs. KNX · Smart Home nachrüsten: Der komplette Ratgeber 2026
KNX-Sensor (Taster, Bewegungsmelder, Wetterstation) Smart Home
Eingabe-Komponente im KNX-Bus, die Zustände an die Aktoren meldet: Wandtaster mit 2-8 Wippen, Bewegungs- und Präsenzmelder, Temperatursensoren, Wetterstationen. Sitzt dezentral in den Räumen, programmierbar in der ETS-Software (Engineering Tool Software). Vorteil gegenüber klassischer Verkabelung: Funktionen werden in Software definiert — Umkonfiguration ohne Rückbau.
Vertiefende Fachartikel: Außenbeleuchtung installieren — Tipps vom Meister · KNX vs. Homematic vs. Shelly — Vergleich 2026 · Smart Home Beleuchtung — Philips Hue vs. IKEA vs. KNX
Lastmanagement E-Mobilität
Steuerung mehrerer Verbraucher (typisch: Wallbox-Cluster in Tiefgaragen), um Hausanschluss-Bemessungsstrom nicht zu überlasten. Statisch (feste Aufteilung) oder dynamisch (intelligent verteilt, Priorisierung). Pflicht ab 4+ Wallboxen am gemeinsamen Hausanschluss. Lösungen: openWB, KEBA, ABL.
Vertiefende Fachartikel: Lastmanagement für mehrere Wallboxen
LED-Spots Beleuchtung
Einbauleuchten mit Leuchtdioden (Light Emitting Diode), meist in der Decke versenkt. Energieeffizienz 80-110 lm/W, Lebensdauer 25.000-50.000 Stunden. Benötigen einen Konstantstrom-Treiber (LED-Trafo) — herkömmliche Niedervolt-Halogentrafos sind ungeeignet. Beim Einbau in gedämmte Decken auf Brandschutz und IC-Eignung achten.
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Leiterquerschnitt (mm²) Material
Effektive Kupferquerschnittsfläche eines Drahtes, bestimmt den maximal zulässigen Dauerstrom. Standard-Querschnitte in Wohngebäuden: 1,5 mm² für Beleuchtung (max. 16 A), 2,5 mm² für Steckdosen (max. 20-25 A), 4 mm² für Herd, 6-10 mm² für Wallbox 11 kW, 16 mm² für Hauptanschluss. Dimensionierung nach DIN VDE 0298-4 unter Berücksichtigung von Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur.
LS-Schalter (Leitungsschutzschalter) Verteilung
Automatischer Sicherungsschalter (umgangssprachlich "Sicherung"), schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss. Wiederverwendbar (Hebel rauf), im Gegensatz zur Schmelzsicherung. Auslösecharakteristik B (Wohnen), C (Motoren), D (Trafos). Standardgrößen: 6/10/13/16/20/25 A. Ersatz veralteter Schraubsicherungen seit DIN VDE 0100-410.
Vertiefende Fachartikel: Sicherungskasten erneuern: Wann ist es Zeit für einen Austausch?
Neutralleiter (N) Verteilung
Stromrückleiter im Wechselstromsystem, blau ummantelt. Führt den Lastrückstrom zur Quelle (im Hausnetz: zum Trafo des Versorgers). Darf NICHT mit dem Schutzleiter (PE) verbunden werden — Ausnahme: TN-C-System (PEN-Leiter) in Altbauten, das nach VDE 0100 nicht mehr für Neubauten zulässig ist.
NH-Sicherung Verteilung
Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherung im Hausanschlusskasten (HAK). Trägt 35-125 A Bemessungsstrom, dient als Vorsicherung vor dem Zähler. Nur durch Netzbetreiber (Westnetz, Innogy etc.) wechselbar — Eingriff durch Elektriker nicht zulässig.
NYM-Kupferleitung Material
Standard-Mantelleitung für die feste Verlegung in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie in Putz, auf Putz und in Hohlräumen. Dreiadrig (NYM-J 3×1,5 mm² für Lichtstromkreise, 3×2,5 mm² für Steckdosen) oder fünfadrig (NYM-J 5×1,5 mm² für Drehstrom). Ersetzt seit den 1970ern Aluminium- und stoffummantelte Altleitungen.
Photovoltaik (PV) Erneuerbare Energie
Direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom durch Solarmodule auf Silizium-Halbleiterbasis. Anlagengröße in kWp (Kilowatt peak) gemessen. Typische Eigenheim-Anlage: 6-12 kWp, Eigenverbrauchsquote 30-40 % ohne Speicher, 60-80 % mit Speicher. Wechselrichter wandelt PV-Gleichstrom in Netz-Wechselstrom.
Vertiefende Fachartikel: Photovoltaik 2026: Lohnt sich eine Solaranlage noch? · Photovoltaik-Speicher 2026: Kosten, Förderung & Auswahl
PoE (Power over Ethernet) Netzwerk
Standard nach IEEE 802.3af/at/bt zur Stromversorgung von Netzwerkgeräten über das Ethernet-Kabel (Cat 5e+). Leistungsklassen: 15.4W (PoE), 30W (PoE+), 60W (PoE++ Typ 3), 90W (Typ 4). Ideal für IP-Kameras, WLAN-Access-Points und Türsprechanlagen — kein separates Netzteil nötig.
Potenzialausgleich Schutzmaßnahme
Elektrische Verbindung aller leitfähigen Bauteile im Haus (Wasserrohre, Heizung, Antennen, Erdungsanlage) zu einem gemeinsamen Bezugspotenzial. Verhindert gefährliche Berührungsspannungen bei Fehlerströmen. Pflicht nach DIN VDE 0100-540 in jedem Haus, oft im Hausanschlussraum als Potenzialausgleichsschiene (PAS) ausgeführt.
Vertiefende Fachartikel: Erdung und Potentialausgleich — Warum so wichtig?
RCBO (FI/LS-Kombi) Schutzgerät
Kompakter Kombi-Schutzschalter, der FI-Schutzschalter (RCD) und Leitungsschutzschalter (LS) in einem Modul vereint. Spart Platz im Verteiler, ermöglicht selektive Abschaltung pro Stromkreis statt Sammel-FI. Modernster Standard nach DIN VDE 0100-410 (Anforderung Einzelraum-FI). Kosten: 40-80€/Stück gegenüber 12€ LS + Sammel-FI; bei Sanierung Standard für Bad-, Küchen- und Außenstromkreise.
Schmelzcharakteristik B/C/D/K Schutzgerät
Klassifikation des Auslöseverhaltens von LS-Schaltern bei Überstrom. B-Charakteristik (3-5 × I_n, Standard im Wohnbau für ohmsche Lasten); C-Charakteristik (5-10 × I_n, für induktive Lasten wie Motoren, Leuchtstofflampen); D-Charakteristik (10-20 × I_n, für stark induktive Lasten wie Transformatoren); K-Charakteristik (8-12 × I_n, motorisch). Falsche Wahl führt zu Fehl-Auslösung bei Einschalt-Strömen.
Schmelzsicherung (Diazed/Neozed) Altinstallation
Veraltete Sicherungstechnik mit Schraub- oder Stecksockel und einsetzbarer Sicherungspatrone. Diazed (D-System, bis 63 A) und Neozed (DO-System, bis 100 A) wurden bis in die 1970er Jahre verbaut. Bieten keinen Personenschutz und sollten beim Sicherungskasten-Austausch durch Leitungsschutzschalter (LS) und FI ersetzt werden.
Schraubsicherung (D02/D01) Verteilung
Konische Schmelzsicherung in Porzellanfassung (DIAZED/NEOZED). D01 bis 16A, D02 bis 63A. Veraltet seit Einführung der LS-Schalter — sollte bei Sicherungskasten-Erneuerung getauscht werden. Vorteil: günstig (5€/Stück); Nachteil: nicht wiederverwendbar, fehleranfälliges Schraubgewinde, falsche Stromstärke kann unbemerkt eingesetzt werden.
Schutzklasse (I/II/III) Schutzmaßnahme
Klassifizierung elektrischer Geräte nach Art des Schutzes gegen elektrischen Schlag. Schutzklasse I: Schutzleiteranschluss zur Erde (PE), z. B. Waschmaschine. Schutzklasse II: doppelte Isolierung, kein PE (Doppelquadrat-Symbol), z. B. Toaster. Schutzklasse III: Kleinspannung ≤50 V AC, z. B. LED-Trafos.
Vertiefende Fachartikel: Außenbeleuchtung installieren — Tipps vom Meister
Schutzleiter (PE) Sicherheit
Grün-gelb gestreifter Leiter, der berührbare Metallteile elektrischer Anlagen erdet. Im Fehlerfall (Spannung am Gehäuse) fließt Strom über PE zum Sicherungskasten und löst FI/LS aus. Pflicht seit 1970 in allen neuen Installationen. In Altbauten oft fehlend — Nachrüstung Teil jeder Elektrosanierung.
Selektivität Sicherheit
Schutzkonzept, bei dem im Fehlerfall NUR die nächstgelegene Sicherung auslöst — nicht die übergeordnete. Dadurch bleiben andere Stromkreise verfügbar. Erreichbar durch gestufte Bemessungsströme (z.B. 25 A in Verteiler → 16 A in Stromkreis) und Auslösekennlinien (z.B. NH gG vor LS B). Wichtig bei Sicherungskasten-Erneuerung.
Sicherungskasten / Hauptverteilung Verteilung
Zentraler Verteilerschrank im Haus, in dem ankommende Stromzuführung auf einzelne Stromkreise verteilt und durch Schutzgeräte (FI, LS) abgesichert wird. Moderner Aufbau nach TAB 2019: TT- oder TN-S-System, FI-Pflicht, Überspannungsschutz, beschriftete Stromkreise. Bei Wallbox-Nachrüstung oder PV-Anlage oft zu erneuern.
Vertiefende Fachartikel: Sicherungskasten erneuern: Wann ist es Zeit für einen Austausch? · Sicherungskasten tauschen: Wann ist es nötig? · Unterverteilung erweitern — Wann und wie?
Smart Home Smart Home
Sammelbegriff für vernetzte Gebäudetechnik. Drei Welten: kabelgebundene Bus-Systeme (KNX), Funk-Systeme (Homematic IP, Z-Wave, Zigbee, Shelly) und WLAN-Cloud (Tuya, Aqara). Funkbasierte Systeme eignen sich zur Nachrüstung ohne Stemmarbeit, kabelgebundene KNX bei Neubau oder Komplettsanierung.
Vertiefende Fachartikel: KNX vs. Homematic vs. Shelly — Vergleich 2026 · Rollladensteuerung smart nachrüsten · Smart Home Beleuchtung — Philips Hue vs. IKEA vs. KNX
Smart Meter (iMSys) Messung
Intelligentes Messsystem aus modernem Zähler (mME) und Smart-Meter-Gateway (SMGW). Pflicht-Einbau für Haushalte mit Verbrauch >6.000 kWh/Jahr oder Wallbox/PV-Anlagen >7 kW ab 2025 (§29 MsbG). Voraussetzung für variable Stromtarife und §14a EnWG-Steuerung. Kosten: jährliche Messstellengebühr 20-120€ je nach Lastfall.
Spannungsfall Installation
Differenz zwischen Spannung am Hausanschluss und Spannung am Verbraucher, verursacht durch Leitungswiderstand. Max. zulässig nach VDE 0100-520: 3% für Beleuchtung, 5% für Steckdosen/Heizung. Bei langen Wallbox-Zuleitungen (Garagenwand → Verteiler) oft kritisch — Berechnung pro Installation erforderlich. Formel: ΔU = 2·L·I·cos φ / (κ·A).
SPD (Überspannungsschutz) Sicherheit
Surge Protection Device — schützt elektrische Anlagen vor transienten Überspannungen (Blitzeinwirkung, Schalthandlungen). Typ 1 (Blitzschutz-Vorranggebiet, am HAK), Typ 2 (Unterverteilung, Standardschutz seit VDE 0100-443:2018 Pflicht), Typ 3 (Endgeräteschutz, Steckdose). Kosten: 100-300€ je Typ.
Vertiefende Fachartikel: Überspannungsschutz — Warum jedes Haus einen braucht
Steigleitung Verteilung
Vertikale Hauptzuleitung von der Hauptverteilung zu den Wohnungs-Unterverteilungen in mehrgeschossigen Gebäuden. Üblich 5×16 mm² oder 5×25 mm² Kupfer. Bei Komplettsanierung oder Lasterhöhung (z. B. Wallboxen für mehrere Mietparteien) oft Engpass — Erneuerung nur in Abstimmung mit dem Netzbetreiber möglich.
Stoffummantelte Leitung Altinstallation
Vor 1965 üblich verlegte Elektroleitung mit Gummi-Isolation und Baumwoll-Außenmantel. Isolation wird über Jahrzehnte spröde, bricht beim Berühren, Kurzschlussgefahr und Brandrisiko. Versicherer kürzen im Schadensfall regelmäßig wenn stoffummantelte Leitungen vorhanden sind. Komplettsanierung dringend empfohlen.
TAB 2019 Norm
Technische Anschlussbedingungen 2019 — Vorgaben der Netzbetreiber für den Anschluss von Kundenanlagen ans öffentliche Niederspannungsnetz. Standardisiert Zählerschrank-Aufbau, Lastmanagement (insbesondere ab 12 kW), Plombierung und Inbetriebsetzung. Wallbox-Installationen über 11 kW erfordern TAB-2019-konformen Zählerschrank.
TN-System (Netzform) Verteilung
Häufigste Netzform in Deutschland — Sternpunkt des Trafos ist geerdet, Verbraucher über Schutzleiter mit diesem Erdungspunkt verbunden. Varianten: TN-C (gemeinsamer PEN-Leiter, alt), TN-S (separater PE/N, modern), TN-C-S (kombiniert, üblich). Neubauten: ausschließlich TN-S nach VDE 0100.
Überspannungsschutz (SPD) Schutzmaßnahme
Surge Protective Device (SPD), das Spannungsspitzen aus dem Netz oder durch Blitzeinschlag in Gebäudenähe gegen Erde ableitet. Drei Typen: Typ 1 (Blitzstromableiter im Hausanschlusskasten), Typ 2 (Mittelschutz in Hauptverteilung), Typ 3 (Endgeräteschutz in Steckdosen). Pflicht nach DIN VDE 0100-443/534 seit 2018 in allen Neuinstallationen.
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Unterputz-Installation (UP) Installation
Leitungsführung verdeckt in Wandschlitzen, Mauernuten oder Hohldecken. Standard in Wohngebäuden (Neubau, Komplett-Sanierung). Mindestabstand zur Wandoberfläche 6 mm nach DIN 18015-3. Verlegezonen 15 cm und 30 cm unter Decke + 100 cm/30 cm über Boden — abweichend nur mit Bestandsplan. Kostenintensiv (Putzfräse, Verputzen) aber optisch unsichtbar und mechanisch geschützt.
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Unterverteilung Verteilung
Sekundärer Verteiler, der von der Hauptverteilung gespeist wird und einzelne Wohnungen, Etagen oder Gewerbebereiche mit Strom versorgt. Enthält eigene FI-Schutzschalter und Leitungsschutzschalter. Üblich in Mehrfamilienhäusern und größeren Gewerbeobjekten zur Übersichtlichkeit und Lastaufteilung.
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VDE 0701/0702 (Geräteprüfung) Prüfpflicht
Norm für die wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel (Geräte mit Stecker). Pflicht für Vermieter (gewerbliche Vermietung) und Arbeitgeber. Prüffristen: 6 Monate für Baustellen, 24 Monate für Büros (DGUV V3 Tabelle). Kosten: 4-8€ pro Gerät. ALBOUSH bietet Sammel-Termine ab 50 Geräte.
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Verbindungsklemmen (WAGO) Installation
Werkzeugloses Verbindungssystem (WAGO 221, 222, 773) als moderne Alternative zur klassischen Lüsterklemme. Hebel-Klemme (221) für 0.14-4 mm² Querschnitt, freier Wechsel auch starr/flexibel. Hohe Kontaktsicherheit, VDE-zertifiziert, in Deckenausbauten Standard. Verbrauchskosten: ca. 0.50€/Klemme.
Wallbox E-Mobilität
Wandmontierte Ladestation für Elektrofahrzeuge mit Typ-2-Stecker (IEC 62196-2). 11-kW-Wallboxen (3×16 A) sind beim Netzbetreiber meldepflichtig, ab 22 kW (3×32 A) genehmigungspflichtig. Installation umfasst Zuleitung vom Zählerschrank, Anmeldung beim Netzbetreiber und Inbetriebnahme nach VDE-AR-N 4100.
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Wärmepumpe Heizung
Elektrisches Heizsystem, das Wärme aus Luft (Luft-Wasser), Erdreich (Sole-Wasser) oder Grundwasser gewinnt. JAZ (Jahresarbeitszahl) 3,0-5,0 — d.h. aus 1 kWh Strom 3-5 kWh Wärme. Anschlusswert oft 3-9 kW, häufig dreiphasig 400V. Förderung BAFA bis 40% (Stand 2026). ALBOUSH übernimmt elektrische Vorbereitung (Zähler, Verteiler, FI Typ B).
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Wiederkehrende Prüfung (DIN VDE 0105-100) Prüfpflicht
Periodische Prüfung BESTEHENDER Anlagen, primär für Gewerbe (DGUV V3) und Vermieter (Verkehrssicherungspflicht). Intervalle laut DGUV V3: Baustellen 6 Monate, Büros/Praxen 4 Jahre, Wohnungen empfohlen alle 4 Jahre (Pflicht für Vermieter). Umfasst identische Messungen wie Erstprüfung plus Bewertung des Anlagenalterungs-Zustands. Heißt im Privatbereich oft "E-Check".
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Zählerschrank Verteilung
Gehäuse, das den geeichten Stromzähler des Netzbetreibers, den Hauptschalter und die Plombierungseinrichtung aufnimmt. Aufbau gemäß TAB 2019 und VDE-AR-N 4100. Bei PV-Einspeisung, Wallbox-Anschluss oder Smart-Meter-Einbau muss der Zählerschrank oft modernisiert werden — Standardposition für Sanierungsbudget: 1.500-3.500 EUR.
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